Einführungsabholungen

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Um Foodsaver zu werden, muss jeder Foodsharer nach der Anmeldung und dem Bestehen des Quiz für Foodsaver mindestens drei Einführungsabholungen machen. Diese werden gemeinsam mit einem/einer Botschafter*in oder dessen/deren Vertrauensperson durchgeführt. Wenn die Abholungen erfolgreich verlaufen, bekommt der Foodsharer den Ausweis und wird zum Foodsaver.

Die Einführungsabholungen sollen dem Foodsharer die Möglichkeit bieten, foodsharing in der Praxis kennen zu lernen. Außerdem wird geschaut, ob der Foodsharer die Grundgedanken und Ideen von foodsharing, die Verhaltensregeln und die Rechtsvereinbarung verstanden und verinnerlicht hat und ob er mit der Abholsituation kompetent umgeht.


Ablauf

Auswahl eines geeigneten Betriebs

  • Nicht alle Betriebe sind für eine Einführungsabholung geeignet, zum Beispiel, wenn maximal 1-2 Abholende den Betrieb betreten sollen oder die Abholung nur aus einer einfachen Übergabe an der Tür besteht.
  • Am besten sind Betriebe, die für den werdenden Foodsaver günstig liegen oder ihn interessieren, so dass er dort auch später gerne abholen möchte.
  • Am besten ist es, wenn der neue Foodsaver bei jeder Einführungsabholung einen anderen Betrieb oder sogar eine andere Art von Betrieb (etwa Supermarkt, Wochenmarkt, Bäckerei, Restaurant, ...) kennenlernt.

Terminfindung

  • Der/die Betreuer*in (Botschafter*in oder Vertrauensperson) vereinbart mit dem werdenden Foodsaver Termine und informiert ihn über
  • Treffpunkt und Uhrzeit, Dauer der Abholung
  • benötigte Ausstattung (Taschen, Handschuhe etc.)
  • Möglichkeiten, sich gegenseitig zu erkennen.
  • Als Uhrzeit empfiehlt sich 10 Minuten vor dem Beginn der Abholung, um Zeit für Kennenlernen, kurze Erklärungen und Fragen zu haben.
  • Der werdende Foodsaver kann schon vorher ins Betriebsteam aufgenommen werden, so dass er sich mit den Besonderheiten des Betriebs vertraut machen kann.

Ablauf der Einführungsabholung

  • Nach einer herzlichen Begrüßung erklärt der/die Betreuer*in dem werdenden Foodsaver den Ablauf der Abholung und die Besonderheiten in dem jeweiligen Betrieb. Dazu gehört auch der Hinweis auf die Betriebsseite und deren Aufbau.
  • Allgemein kann man auf die Verhaltensregeln hinweisen.
  • Der/die Betreuer*in kann überprüfen, ob der werdende Foodsaver die passende Ausstattung dabei hat und Tipps gegen.
  • Dem werdenden Foodsaver sollte die Gelegenheit zu Fragen gegeben werden.
  • Danach kann man die Abholung durchführen. Dabei sollte der/die Betreuer*in alle Details und Handlungen erklären und auf alles hinweisen, was zu beachten ist.
  • Ab der 2. Einführungsabholung kann man den werdenden Foodsaver auch mal alleine arbeiten lassen und nur beobachten, wie er die Aufgabe bewältigt.

Nach der Abholung

  • Nach der Abholung wird sichergestellt, dass der werdende Foodsaver alles verstanden hat und Fragen stellen kann.
  • Die geretteten Lebensmittel werden fair untereinander aufgeteilt und eventuell gemeinsam verteilt oder zu einem Fair-Teiler gebracht.
  • Der/die Betreuer*in gibt der/dem zuständigen Botschafter*in eine Rückmeldung, ob der werdende Foodsaver zuverlässig, sicher und kompetent aufgetreten ist oder ob ggf. zusätzliche Einführungsabholungen sinnvoll sein könnten.

Leitfaden / Checkliste für die Einführungsabholungen

Für die Betreuer*innen von Einführungsabholungen gibt es einen Leitfaden, der alle wichtigen Punkte auflistet, an die man denken sollte. Man kann sich bei der Abholung an diesem Leitfaden entlanghangeln.

Wie wird entschieden, ob jemand als Foodsaver "geeignet" ist?

Wenn nach 3 Einführungsabholungen

  • der angehende Foodsaver sich noch unsicher fühlt
  • die Betreuer*innen ihn noch für nicht sicher, zuverlässig und kompetent halten

dann kann der/die zuständige Botschafter*in 1-3 weitere Einführungsabholungen ansetzen. Eventuell kann man dem werdenden Foodsaver empfehlen, die Dokumente im Wiki nochmal gründlich zu lesen.
Falls der Eindruck sich danach nicht ändert, dann sollte er oder sie nicht zum Foodsaver gemacht werden.

Es ist schade, wenn wir manchen Menschen sagen müssen, dass sie nicht Foodsaver werden können. Aber aus Erfahrungen wissen wir: wenn sich schon bei den Einführungsabholungen zeigt, dass jemand die Arbeitsweise als Foodsaver nicht umsetzen kann, dann ist es leider besser, diejenigen, die zu hoher Wahrscheinlichkeit Unruhe und Unzuverlässigkeit reinbringen, erst gar nicht zuzulassen.

Wer nicht Foodsaver wird, kann sich trotzdem aktiv bei foodsharing einbringen. Man kann ihm/ihr zum Beispiel vorschlagen, sich um die Fair-Teiler zu kümmern und die Funktion der Essenskörbe zu nutzen.

Wichtig ist insbesondere

(siehe Verhaltensregeln und Rechtsvereinbarung)

  • Pünktlichkeit/Zuverlässigkeit
  • keine spontanen Absagen bzw. unentschuldigtes Fehlen
  • gemeinschaftliches Verhalten beim Abholen und Teamfähigkeit
  • Verständnis für die Mission von foodsharing: es geht um das Retten der Lebensmittel, nicht um Geldsparen oder Hilfe für Bedürftige