Einführungsabholungen

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Einführungsabholungen

Um Foodsaver zu werden, muss jeder Foodsharer nach der Anmeldung und dem Bestehen des Quiz drei Einführungsabholungen machen. Diese werden mit einem/einer BotschafterIn oder dessen/deren Vertrauensperson durchgeführt. Wenn die Abholungen erfolgreich verliefen, bekommt der Foodsharer den Ausweis und wird zum Foodsaver. Die Einführungsabholungen sollen dem Foodsharer die Möglichkeit bieten, foodsharing praktisch kennen zu lernen. Außerdem wird geschaut, ob der Foodsharer die Mission, den Grundgedanken, die Verhaltensregeln und die Rechtsvereinbarung verstanden und verinnerlicht hat.

Ablauf

Terminfindung

Der/Die jeweilige BotschafterIn bzw. die von ihr/ihm bestimmte Vertrauensperson schlägt für die Abholungen Termine vor, die der werdende Foodsaver rechtzeitig (24 Stunden) vor dem Termin bestätigt. Außerdem wird der Foodsharer informiert, wann und wo man sich trifft und wie man sich erkennt. Oft macht es Sinn, den werdenden Foodsaver vor einer Einführungsabholung in das entsprechende Team aufzunehmen, da dort die wichtigsten Informationen meistens schon aufgelistet sind. So kann sich der werdende Foodsaver mit den Besonderheiten schon vertraut machen.

Betriebsauswahl

Bei der Auswahl der Betriebe sollte beachtet werden, dass sich nicht alle Betriebe für eine Einführungsabholung eignen (Vorgaben bzgl. eines festen Teams beachten, wenn vom Betrieb gewünscht). Manchmal ist es sinnvoll, Betriebe in der Nähe des werdenden Foodsavers auszuwählen, bei denen er/sie später alleine abholen kann. Wenn pro Einführungsabholung ein neuer Betrieb kennengelernt werden kann, umso besser.

Die Einführungsabholungen

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind zwei der wichtigsten Grundlagen für gelungenes und respektvolles Lebensmittelretten für die Betriebe und alle Foodsaver, deswegen bitte zur abgemachten Zeit kommen. Vor der Einführungsabholung wird der werdende Foodsaver natürlich herzlich begrüßt, schließlich freuen wir uns über seine/ihre tatkräftige Unterstützung. Je mehr Betriebe ausgelastet sind, desto mehr neue können akquiriert werden und somit auch mehr Lebensmittel gerettet werden! Dem werdenden Foodsaver wird der Ablaufvorgang der Abholung in dem jeweiligen Betrieb erklärt und er wird auf Besonderheiten hingewiesen, die zu beachten sind. Man sollte dem werdenden Foodsaver auch erklären, wo er/sie die Informationen auf der Betriebsseite finden kann, wie “Bei dieser Bäckerei bringen wir immer Tüten mit. Das steht auf der Betriebsseite unter Besonderheiten”. Bei allgemeinen Verhaltensfragen kann man immer auf die Verhaltensregeln hinweisen. Dann wird die Abholung vorbildlich durchgeführt.

Nach der Abholung

Nach jeder Abholung wird sichergestellt, dass der werdende Foodsaver alles verstanden hat oder Fragen stellen kann, falls es welche gibt. Die geretteten Lebensmittel werden fair untereinander aufgeteilt und eventuell gemeinsam verteilt bzw. zu einem Fair-Teiler gebracht. Falls die Einführungsabholung nicht selbst durchgeführt wird, sollte die gewählte Vertrauensperson dem/der entsprechenden BotschafterIn eine Rückmeldung geben (ob alles funktioniert hat, der/die werdende Foodsaver pünktlich war, etc.).

2. Wonach wird entschieden, ob der/die Foodsharer als Foodsaver ‘geeignet’ ist?

Normalerweise wird schon beim Quiz festgestellt, ob die Person die Verhaltensregeln verstanden hat. Bei den Einführungsabholungen wird darauf nochmal Wert gelegt - hat die Person den Grundgedanken von foodsharing verstanden? Dies liegt im Ermessen des/der BotschafterIn bzw. der Vertrauensperson.

Wenn Du (BotschafterIn) nach 3 Einführungsabholungen immer noch nicht ganz sicher bist, ob die Person als Foodsaver geeignet ist, kannst Du nach eigenem Ermessen 2-3 weitere Einführungsabholungen machen, damit auch wirklich alle Verhaltensregeln verinnerlicht und gelebt werden. Solltest Du danach immer noch das Gefühl haben, dass der Foodsharer die Verhaltensregeln nicht verinnerlicht hat, dann teile ihm/ihr die Adressen für die Fairteiler mit und motiviere ihn/sie, aktiv die Funktion der Essenskörbe zu nutzen. Es ist schade, wenn wir manchen Menschen sagen müssen, dass sie nicht Foodsaver werden können. Aus Erfahrungen wissen wir: Wenn sich schon bei den Einführungsabholungen zeigt, dass kein ausreichender Wille vorhanden ist, um mit Teamgeist gemeinschaftlich und liebevoll miteinander zu retten, dann ist es leider besser, diejenigen, die zu hoher Wahrscheinlichkeit Unruhe und Unzuverlässigkeit reinbringen, prophylaktisch erst gar nicht zu zulassen.

Wichtig ist insbesondere (siehe Verhaltensregeln/Rechtsvereinbarung):

  • Pünktlichkeit/Zuverlässigkeit
  • keine spontanen Absagen bzw. unentschuldigtes Fehlen beim Abholen
  • gemeinschaftliches Verhalten beim Abholen/Teamfähigkeit
  • Verständnis für die Mission von foodsharing: die Abholungen sind nicht dafür da, dass der/die Foodsaver Geld spart, sondern zum RETTEN der Lebensmittel

Wie reagieren, wenn Vorgehensweisen missachtet bzw. nicht eingehalten werden?

  • Bei unentschuldigtem Nicht-Erscheinen zu einer Einführungsabholung muss der Foodsharer einen Monat warten, bevor die Einführungsabholungen wiederholt werden können.

Zusätzliche Einführungsabholung bei folgendem Verhalten:

  • Absagen der Termine unter 24 Stunden, da uns Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sehr wichtig sind
  • nicht gemeinschaftliches Verhalten beim Fairteilen der geretteten Lebensmittel
  • Zuspätkommen
  • unhöfliches/übergriffiges Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden und Foodsavern
  • Foodsharer geht alleine zur Abholung, ohne auf das Team zu warten

Wenn sich zwei der oben genannten Punkte ereignet haben, dann gibt man dem Foodsharer die Möglichkeit, sich innerhalb von einem Monat die Dokumente im Wiki nochmals durchzulesen und zu verinnerlichen. Nach einem Monat kann dann der Foodsharer den/die BotschafterIn noch einmal kontaktieren, um weitere drei Einführungsabholungstermine zu vereinbaren.