Lokale Meldungsgruppe

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Die Lokale Meldungsgruppe (LMG) eines foodsharing-Bezirks hat die Aufgabe, Meldungen von Regelverletzungen zu bearbeiten.
Falls ein Bezirk für die Bearbeitung von Konflikten zwischen Foodsavern kein
Mediationsteam oder Schiedsstelle (MT/S)
eingerichtet hat, dann kann die LMG auch diese Aufgabe übernehmen.
Auf überregionaler Ebene (Region, Bundesland, …) gibt es generell keine Trennung der beiden Aufgaben. Sie werden statt dessen beide vom entsprechenden Mediationsteam wahrgenommen.

LMG und MT/S eines Bezirks sind zuständig für alle Meldungen bzw. Konflikte, die Foodsaver mit diesem Bezirk als Stammbezirk betreffen. Diese werden hier im Artikel kürzer als "Stamm-Foodsaver (des Bezirks)" bezeichnet.

Die Aufgaben, Arbeitsweisen und Vorschriften für die lokale Meldungsgruppe sind in den foodsharing-Grundlagen 3 (Regelverletzungen – Konsequenzen und Bearbeitungen) festgelegt.
Dieser Artikel soll die Festlegungen etwas ausführlicher erklären.

Wozu braucht ein foodsharing-Bezirk eine lokale Meldungsgruppe?

In der Anfangsphase von foodsharing wurden alle Verstoßmeldungen von der zentralen Meldungsgruppe (ZMG) bearbeitet, die damals "Verstoßmeldungsteam" hieß. Inzwischen ist foodsharing aber sehr stark gewachsen. Die zentrale Gruppe ist daher nicht mehr in der Lage, alle Meldungen zu bearbeiten. Außerdem ist die Bearbeitung von Meldungen vor Ort besser aufgehoben als in einer fernen zentralen Meldungsgruppe.

Deswegen wurden in vielen Bezirken Verstoßmeldungsgruppen eingerichtet und die Verstoßmeldungen von der zentralen Gruppe an diese lokalen Gruppen weitergegeben. Das Konzept ist also schon seit einiger Zeit recht erfolgreich. Unter dem neuen Begriff der "lokalen Meldungsgruppe" ist es jetzt allgemein für foodsharing eingeführt worden.

Dabei wurden auch die "Verstoßmeldungen" in "Meldungen von Regelverletzungen" umbenannt, was eine entsprechende Namensänderung bei den zuständigen Gruppen (ZMG und LMG) nach sich gezogen hat.


Wer ist in der lokalen Meldungsgruppe?

  • Die Mitglieder der LMG werden demokratisch gewählt. Wahlberechtigt sind dabei die Stamm-Foodsaver des Bezirks; eine Mindestdauer der Bezirkszugehörigkeit (1-3 Monate) kann festgelegt werden. Wählbar sind alle Stamm-Foodsaver des Bezirks.
  • Foodsaver dürfen nicht Mitglied der LMG sein, wenn gegen sie eine Konsequenz wegen einer Regelverletzung ab einer gelben Karte aufwärts ausgesprochen wurde, die noch nicht getilgt ist; das Aussprechen einer gelben Karte gegen ein Mitglied beendet die Mitgliedschaft in der LMG.
  • Falls es außerdem ein Mediationsteam oder eine Schiedsstelle (MT/S) gibt, dann sollte möglichst niemand Mitglied in beiden Gruppen sein.
  • Die LMG sollte möglichst klein sein, da sie sehr vertrauliche Themen behandelt.

Für welche Meldungen ist die lokale Meldungsgruppe zuständig?

  • Die LMG eines Bezirks ist zuständig für Meldungen von Regelverletzungen, die Stamm-Foodsaver des Bezirks betreffen.
  • Bei Meldungen gegen Botschafter*innen oder Mitglieder der LMG des Bezirks kann der/die Meldende aber festlegen, dass der gemeldete Foodsaver die Meldung nicht zu sehen bekommt oder statt dessen das Mediationsteam bzw. die Schiedsstelle die Meldung bearbeitet; falls es diese im Bezirk nicht gibt, kann ggf. ein überregionales Mediationsteam genannt werden.
Grund: Meldende Foodsaver sollen keine Angst davor haben, durch Meldungen gegen BOTs oder LMG-Mitglieder anschließend Benachteiligungen zu erfahren. Im Mediationsteam/Schiedsstelle sind BOTs nicht und LMG-Mitglieder in der Regel nicht Mitglied.
  • Die LMG eines Bezirks ist außerdem bei Meldungen gegen Foodsharer zuständig, wenn die meldende Person den Bezirk als Stammbezirk hat; denn Foodsharer haben keinen Stammbezirk. Ist die meldende Person ebenfalls Foodsharer, dann ist der Wohnort der gemeldeten Person entscheidend.
    • Alle Beteiligten können nach der Entscheidung der LMG das Mediationsteam bzw. die Schiedsstelle des Bezirks um Vermittlung bitten; falls es diese im Bezirk nicht gibt, ggf. ein überregionales Mediationsteam.

Wie arbeitet die lokale Meldungsgruppe ?

  • Konstruktiv: Die Meldung einer Regelverletzung hat nicht den Zweck einer restriktiven Verfolgung von unangemessenem Verhalten.
  • Ziel ist vielmehr die aktive Beschäftigung mit bestimmten Situationen, um Verständnis für die Regeln zu schaffen und eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten akzeptieren können.
  • Eine Konsequenz auszusprechen, sollte nur die letzte Möglichkeit sein.
  • Umfassend: Die LMG prüft die gemeldete Situation im Gespräch mit allen Beteiligten und entscheidet dann, ob gegen den gemeldeten Foodsaver eine Konsequenz ausgesprochen wird.
  • Unbefangenheit: Falls ein Mitglied der LMG an der gemeldeten Situation beteiligt ist, dann nimmt dieses Mitglied an der Entscheidung nicht teil.
  • Auf der Plattform: Dort wird eine Gruppe "Meldungen <Bezirk>"angelegt, in deren Forum die Arbeit koordiniert werden kann.
  • Dokumentation: Alle Stellungnahmen und die Entscheidung müssen dokumentiert werden. Das geschieht im Forum der LMG.
  • Mitteilung: Die Entscheidung wird der gemeldeten Person mitgeteilt.
  • Dokumentation der Entscheidung: Die Entscheidung wird ferner der ZMG mitgeteilt, die sie im Profil der gemeldeten Person dokumentiert (Nummer, Datum, Grund der Meldung; Konsequenz, Datum der Entscheidung).
  • Löschung, falls gegenstandslos: Falls keine Konsequenz ausgesprochen wird, dann wird alles zu der Meldung gelöscht: im Forum der LMG, alle Emails incl. Papierkorb, ggf. weitere Dateien; ferner der Eintrag im Profil und der Liste der ZMG (muss die ZMG machen).