Bedürftigkeit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Lebensmittelretten.de Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (NicoH verschob die Seite Foodsharing und Bedürftigkeit nach Bedürftigkeit)
 
(8 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Die primären Ziele von foodsharing sind es, Aufmerksamkeit auf die Lebensmittelverschwendung zu richten, diese einzudämmen und damit einen Beitrag zu leisten unsere kostbaren Ressourcen zu schonen. Beim Umsetzen dieser Ziele kann es den tollen Nebeneffekt geben, dass durch die geretteten Lebensmittel zufällig auch Bedürftige und unterstützenswerte Projekte gefördert werden.  
+
==foodsharing ist eine Umweltorganisation==
 +
Das Hauptziel von foodsharing ist, die Verschwendung der kostbaren Ressourcen auf der Erde zu verringern. Dafür wollen wir Aufmerksamkeit auf die Lebensmittelverschwendung richten und diese eindämmen. Außerdem wollen wir dafür sorgen, dass bereits produzierte Lebensmittel nicht weggeworfen, sondern genutzt werden.
  
Der Begriff der Bedürftigkeit ist in §1602 Abs. 1 BGB, sowie in § 9 SGB II ("Hilfebedürftigkeit") definiert. Allerdings möchten wir uns nicht anmaßen zu entscheiden, welche Menschen nun bedürftig sind oder welche Projekte nun unterstützenswerter sind als andere. Wie sollen wir das auch tun? Es liegt nicht in unserem Kompetenzbereich und ist von uns auch nicht gewollt, Menschen mit dem Willen Lebensmittel zu retten hinsichtlich ihrer Bedürftigkeit zu bewerten.
+
Beim Umsetzen dieser Ziele kann es den tollen Nebeneffekt geben, dass durch die geretteten Lebensmittel auch Bedürftige unterstützt und Projekte gefördert werden.
 +
foodsharing hat aber nicht als Ziel, für Bedürftige eine Versorgungssicherheit zu bieten.
  
Wir möchten damit auch die mit der Deklarierung als bedürftig einhergehenden Gefahr der Stigmatisierung vermeiden. 
+
Denn das vorrangige Ziel bleibt, dass gerettete Lebensmittel verbraucht bzw. zur Nutzung weitergegeben werden. Dafür müssen sie möglichst schnell und an viele Menschen fair-teilt werden.
Daher ist es bei uns jedem Menschen, unabhängig von seiner Herkunft, sozialem Status oder Glauben, möglich, gerettete Lebensmittel zu erhalten.  
 
  
Hierbei gilt, dass die Lebensmittelrettenden so viele Lebensmittel, wie sie verbrauchen, behalten können und den Rest an andere Menschen nach eigenem Ermessen verteilen. Wir wünschen uns, dass diese Verteilung möglichst nachhaltig abläuft. Das kann sich z.B. so äußern, dass Menschen in der Nähe von Betrieben aufgrund von kurzen Wegen vorrangig bei diesen Betrieben abholen. Allerdings kann es natürlich auch bei großen Mengen sinnvoll sein, einen Fahrradanhänger oder ein Fahrzeug zu verwenden.  
+
==Bedürftigkeit==
 +
Der Begriff der Bedürftigkeit ist zwar juristisch definiert. Aber wir möchten uns nicht anmaßen zu entscheiden, welche Menschen hilfsbedürftig sind und welche nicht; oder welche Projekte unterstützenswerter sind als andere.  
  
Wir freuen uns über alle Menschen, die an unserem Netzwerk teilhaben und davon profitieren. foodsharing bietet auch die Möglichkeit einer sinnstiftenden Tätigkeit und bietet damit die Möglichkeit unsere Gesellschaft auf vielerlei Hinsicht zu bereichern.
+
==Stigmatisierung==
 +
Bedürftigkeit führt oft zu einer Stigmatisierung durch andere Menschen und wird meist auch von den Bedürftigen selbst als peinlich und abwertend empfunden.
 +
Wir möchten vermeiden, dass Menschen aus Angst vor Stigmatisierung sich nicht trauen, gerettete Lebensmittel anzunehmen oder zum Fair-Teiler zu gehen.
  
Sicherlich können bedürftige Menschen über foodsharing einen Teil ihres Bedarfes an Lebensmitteln decken, allerdings gibt es keine Versorgungssicherheit. Ein langfristiges Ziel von foodsharing ist es, Lebensmittelverschwendung auf lange Sicht immer weiter zu reduzieren. Daher ist es uns wichtig, dass jemand durch foodsharing selbstbestimmter leben kann, sich jedoch niemand aus einer Notsituation heraus in eine Abhängigkeit von foodsharing begibt.
+
Alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Status oder Glauben oder anderen persönlichen Eigenschaften sollen die Möglichkeit haben, gerettete Lebensmittel zu erhalten.
 +
 
 +
==Offen für alle==
 +
Wir freuen uns über alle Menschen, die an unserem großen Ziel mitarbeiten, egal ob sie Lebensmittel retten oder ob sie dabei helfen, die geretteten Lebensmittel zu verbrauchen - oder dabei mithelfen, Wissen über Lebensmittel und Lebensmittelverschwendung zu vermitteln und das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu fördern.
 +
 
 +
foodsharing bietet auch die Möglichkeit einer sinnstiftenden Tätigkeit und damit die Gelegenheit, unsere Gesellschaft auf vielerlei Hinsicht zu bereichern.
 +
Der Zugang zu kostenlosen, guten Lebensmitteln kann sogar dazu führen, dass Menschen durch foodsharing selbstbestimmter leben können und dadurch noch mehr Gelegenheit und Motivation bekommen, sich für die Gesellschaft zu engagieren.

Aktuelle Version vom 15. September 2018, 12:05 Uhr

foodsharing ist eine Umweltorganisation

Das Hauptziel von foodsharing ist, die Verschwendung der kostbaren Ressourcen auf der Erde zu verringern. Dafür wollen wir Aufmerksamkeit auf die Lebensmittelverschwendung richten und diese eindämmen. Außerdem wollen wir dafür sorgen, dass bereits produzierte Lebensmittel nicht weggeworfen, sondern genutzt werden.

Beim Umsetzen dieser Ziele kann es den tollen Nebeneffekt geben, dass durch die geretteten Lebensmittel auch Bedürftige unterstützt und Projekte gefördert werden. foodsharing hat aber nicht als Ziel, für Bedürftige eine Versorgungssicherheit zu bieten.

Denn das vorrangige Ziel bleibt, dass gerettete Lebensmittel verbraucht bzw. zur Nutzung weitergegeben werden. Dafür müssen sie möglichst schnell und an viele Menschen fair-teilt werden.

Bedürftigkeit

Der Begriff der Bedürftigkeit ist zwar juristisch definiert. Aber wir möchten uns nicht anmaßen zu entscheiden, welche Menschen hilfsbedürftig sind und welche nicht; oder welche Projekte unterstützenswerter sind als andere.

Stigmatisierung

Bedürftigkeit führt oft zu einer Stigmatisierung durch andere Menschen und wird meist auch von den Bedürftigen selbst als peinlich und abwertend empfunden. Wir möchten vermeiden, dass Menschen aus Angst vor Stigmatisierung sich nicht trauen, gerettete Lebensmittel anzunehmen oder zum Fair-Teiler zu gehen.

Alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozialen Status oder Glauben oder anderen persönlichen Eigenschaften sollen die Möglichkeit haben, gerettete Lebensmittel zu erhalten.

Offen für alle

Wir freuen uns über alle Menschen, die an unserem großen Ziel mitarbeiten, egal ob sie Lebensmittel retten oder ob sie dabei helfen, die geretteten Lebensmittel zu verbrauchen - oder dabei mithelfen, Wissen über Lebensmittel und Lebensmittelverschwendung zu vermitteln und das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu fördern.

foodsharing bietet auch die Möglichkeit einer sinnstiftenden Tätigkeit und damit die Gelegenheit, unsere Gesellschaft auf vielerlei Hinsicht zu bereichern. Der Zugang zu kostenlosen, guten Lebensmitteln kann sogar dazu führen, dass Menschen durch foodsharing selbstbestimmter leben können und dadurch noch mehr Gelegenheit und Motivation bekommen, sich für die Gesellschaft zu engagieren.