Foodsharing und Politik

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Die politische Tätigkeit bei foodsharing muss sich auf Veranstaltungen, Räume und Initiativen beschränken, welche die gleichen Themen wie foodsharing behandeln, vor allem Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung.

Alle anderen politischen Initiativen (wie z.B. Mahnwachen) können persönlich unterstützt werden, aber nicht im Namen von foodsharing. Das bedeutet zum Beispiel, dass bei foodsharing-Veranstaltungen oder in foodsharing-Räumlichkeiten keine Flyer ausgelegt und keine Poster aufgehängt werden, die von diesen anderen Initiativen stammen.


Veranstaltungen

Was Ja/Nein Begründung
Infostand bei der Veranstaltung einer Partei Nein

Ein Infostand bei einer Veranstaltung würde eine gewisse Zugehörigkeit vermitteln.

Vortrag als Expert*in über foodsharing und Lebensmittelverschwendung bei einer Veranstaltung einer Partei Ja

Da wir hier lediglich für einen externen Vortrag und nicht während der gesamten Veranstaltung anwesend sind, wird eine Zugehörigkeit nicht vermittelt.

Straßenfeste, Stadtteilfeste und ähnliche Veranstaltungen

Ja

Solche Veranstaltungen haben in der Regel keinen politischen oder religiösen Hintergrund und sind offen für alle. Deswegen können wir dort teilnehmen. (Achtung: Wenn es Stände mit Essen gibt und ihr LM verteilen wollt, dann klärt dies vorher mit diesen Ständen ab. Es könnte sonst unschön auffallen, wenn ihr dazu in Konkurrenz tretet. Ein reiner Infostand ist natürlich kein Problem. Ansonsten könnt ihr bei den Ständen nach dem Fest noch Lebensmittel retten, wenn etwas übrigbleibt.)

Feier oder Demo einer Partei, ohne dass foodsharing genannt wird Ja (unter Vorbehalt)

Wir sind kein kostenloses Cateringunternehmen. Darum solltet ihr euch genau überlegen, bei welchen Anfragen ihr euch die Mühe macht. Ihr tretet dann als Privatpersonen und nicht im Namen von foodsharing auf.

Feier oder Demo einer Partei, als Dank möchte man uns erwähnen, und wir dürfen Flyer auslegen. Nein

Wir sind kein kostenloses Cateringunternehmen. Außerdem könnte man in diesem Fall eine Zugehörigkeit zu der Partei vermuten.

Infostand bei einer politischen Initiative ohne parteipolitischen Hintergrund (Kost-Nix-Laden etc.)

Ja (unter Vorbehalt)

Bitte besprecht immer ganz genau, welche Initiativen "unterstützenswert" sind und welche foodsharing in ein extremes oder negatives Licht rücken könnten. Informiert euch genau, wer im Hintergrund der Initiativen steht bzw. diese finanziert (Hanfparade wird z.B. von der Piratenpartei unterstützt).

Infostand bei einer politischen Initiative mit parteipolitischem Hintergrund

Nein

Ein Infostand bei einer Veranstaltung würde eine Zugehörigkeit vermitteln.

LM zu einer großen Partei, einer politischen oder einer kirchlichen Initiative bringen

Ja

Jedem Foodsaver ist selbst überlassen, was er mit den geretteten Lebensmitteln macht. Er sollte dann aber als Privatperson auftreten und nicht im Namen von foodsharing, also auch keine Flyer verteilen und keine Betriebe nennen.

Öffentliche Foren (Foren auf der foodsharing-Plattform, Facebook-Gruppen)

Was? Ja/Nein Begründung

Aufruf zur Teilnahme an einer politischen Veranstaltung, die nichts mit Nachhaltigkeit oder Lebensmittelverschwendung zu tun hat oder parteipolitisch ist - egal, ob als Privatperson oder im Namen von foodsharing

Nein

Das könnte nach einer politischen Zugehörigkeit von foodsharing aussehen. So ein Aufruf sollte daher nicht auf foodsharing-Seiten stattfinden.

Aufruf zur Teilnahme an religiösen Veranstaltungen (egal welcher Glaubensrichtung) im Namen von foodsharing oder als Privatperson.

Nein

Das könnte nach einer religiösen Zugehörigkeit von foodsharing aussehen.

Aufruf zur privaten Teilnahme an einer der zuvor genannten Veranstaltungen (z.B. durch Einladung in Foren/Chats oder Erstellung einer Veranstaltung auf der Online-Plattform)

Nein

Auch bei einem Aufruf zur privaten Teilnahme könnte der Eindruck einer Zugehörigkeit entstehen.

Fair-Teiler

Wo ein Fair-Teiler stehen darf und wo nicht, das ist hier beschrieben.

Stellungnahme

foodsharing ist in erster Linie parteipolitisch neutral.

Unsere Handlungen haben einen politischen Hintergrund, allerdings lassen wir uns keiner politischen Partei zuordnen. Wir distanzieren uns von jeglichen Vorwürfen einer parteipolitischen Richtung oder einer Parteizugehörigkeit oder dem Vorwurf, eine Partei zu unterstützen. Ebenso distanzieren wir uns von jeglicher religiöser Zugehörigkeit. Falls diesbezüglich Aussagen getroffen werden, so ist das nicht in unserem Sinne.

Wir dulden in keinster Weise menschenverachtende, rassistische, diskriminierende, sexistische oder destruktive Vorgehensweisen (siehe Verhaltensregeln: http://wiki.lebensmittelretten.de/Verhaltensregeln). Prinzipiell ist für uns der religiöse oder parteipolitische Hintergrund der einzelnen Freiwilligen nicht relevant, da wir uns alle beim Thema Lebensmittelverschwendung treffen.

foodsharing ist ein freier Aktionsgedanke im Rahmen der Initiative für die Beendigung der Lebensmittelabfälle, mit dem Recht auf Essen für jeden Menschen, erlangt durch die Geburt auf dieser Welt.