Guidelines für Öffentlichkeitsarbeit

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Guidelines für Öffentlichkeitsarbeit (insbesondere mit der Presse & Medien):

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Wie gehen wir in der Öffentlichkeit vor bei Vorträgen, im Umgang mit Presse, Medien, Betrieben etc.?

Presse- und Medienarbeit dürfen grundsätzlich nur BotschafterInnen machen bzw. Foodsaver in Anwesenheit von diesen. Folgende wichtige Dokumente, die für Öffentlichkeitsarbeit und foodsharing im Allgemeinen wichtig sind, müssen gelesen und verinnerlicht sein:


  • Wenn die Medien/JournalistInnen bei einem Betrieb filmen oder fotografieren wollen, immer rechtzeitig vorher mit dem/der InhaberIn absprechen, ob es in Ordnung ist, dass gefilmt, fotografiert oder der Betrieb genannt wird und abklären, unter welchen Umständen Dreharbeiten/Fotos stattfinden können, ohne dass der Ablauf des Betriebes gestört wird.
    • Bei Kettenbetrieben/Franchises ist es wichtig, mit genügend Vorlauf Kontakt zu den jeweiligen Verantwortlichen von foodsharing aufzunehmen, also den KAMs (Key Account Manager). Diese setzen sich wiederum als AnsprechpartnerIn mit der Zentrale in Verbindung und leiten die Zu- oder Absage an Dich weiter (inklusive Vorstellungen, wie Dreharbeiten/Fotos bzw. Nennung stattzufinden haben, woran sich auch ausdrücklich gehalten werden muss).
  • Bei Fair-Teilern oder anderen Orten, an denen gefilmt/fotografiert werden soll, gilt dasselbe wie bei Betrieben (Punkt 2). Auch bei öffentlich zugänglichen Fair-Teilern, für die auf den ersten Blick niemand zuständig zu sein scheint, gilt es, mit dem verantwortlichen Foodsaver des Fair-Teilers zu sprechen und sich über die aktuelle Lage zu informieren, denn es gibt de facto keinen Fair-Teiler, der nicht in der Verantwortung von einem Verein, Privathaushalt, Firma, Kirche etc. steht. Es gilt für Dreh und Fotoaufnahmen auf Folgendes zu achten:
    • Drehgenehmigung von den Verantwortlichen des Fair-Teilers (egal, ob privat aufgestellt oder von einem Verein, Uni, Kirche oder ähnlichem) einholen
    • dafür sorgen, dass dieser sauber und anschaulich ist
    • entsprechende Dokumente (Hygieneplan (Reinigungsprotokoll), Regeln, foodsharing-Logo, ggf. Statement ‘Politik und Religion’) aushängen.
  • Nur die Fragen beantworten, bei denen Du Dir absolut sicher bist. Im Zweifel sagen: “Das kann ich derzeit leider nicht beantworten, da ich nichts Falsches sagen möchte. Ich melde mich aber umgehend per Mail, sobald ich es in Erfahrung gebracht habe.” Bei Wissenslücken ggf. nachlesen oder das foodsharing-Presseteam anschreiben presse@foodsharing.de (Mails werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet).
  • Alle JournalistInnen/RedakteurInnen bitten, Dir ihr Geschriebenes/Gesagtes vor der Veröffentlichung zu schicken bzw. nochmal telefonisch mit Dir abzusprechen, um einen Faktencheck zu machen, da sich immer wieder Fehler einschleichen und wir uns um eine korrekte Darstellung von foodsharing nach außen bemühen. Sollten sie darauf nicht eingehen, bitte sie, wenigstens Dir die Fakten bzw. Deine Zitate zu schicken. Solltest Du Dir bei etwas unsicher sein, melde Dich bitte zur Klärung umgehend per Mail an presse@foodsharing.de.
  • Alle Film- und Fernsehbeiträge über foodsharing bitte vor dem Dreh an presse@foodsharing.de mit folgenden Infos melden: AnsprechpartnerIn von foodsharing für den Dreh sowie von dem Drehteam, Wann wird wo gedreht, was soll im Beitrag vorkommen, wann soll ausgestrahlt werden, welche Firma/TV Sender etc. steht hinter dem Dreh, wie heißt das Format


Was bedeutet foodsharing:

  • WIR sind foodsharing (alle die hier mitwirken, ob als Foodsharer, Foodsaver, BIEB, BOT oder Orgateam sowie Vorstand)
  • foodsharing wird grundsätzlich klein geschrieben, da es genauso von Anfang an überall so geschrieben wurde und auch in dieser Form zum markenrechtlichen Schutz beim Patentamt eingereicht ist.
  • ICH bin Foodsaver, BetriebsverantwortlicheR, foodsharing-BotschafterIn etc. und nicht foodsharing Verein, foodsharing Mitglied etc.
  • foodsharing ist eine internationale Bewegung, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt und über 2.000 Kooperationen (Stand November 2015) mit Betrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat.
  • Insgesamt wurden dank des Einsatzes von über 11.000 Foodsavern (Stand November 2015) bei Supermärkten, Bäckereien, Kantinen usw. mehr als 2,7 Mio. Kilogramm (Stand November 2015) Lebensmittel gerettet, verteilt und somit vor der Vernichtung bewahrt
  • 350 foodsharing-BotschafterInnen koordinieren die knapp tausend Abholungen pro Woche in rund 200 Städten
  • Mehr Infos gibt es auf foodsharing.de, wo sich angemeldet werden kann, um Essen privat zu verschenken bzw. als Foodsaver aktiv zu werden.
  • Wir engagieren uns ehrenamtlich und unentgeltlich.
  • Ziel von foodsharing ist es, möglichst unbürokratisch, effektiv und dezentral zu agieren.
  • Neben dem praktischen Einsatz gegen die Lebensmittelverschwendung will foodsharing Bewusstsein für die Thematik schaffen und ein Umdenken anregen.
  • Wir nehmen alles noch Essbare mit und verteilen es oder essen es selbst.
  • Alle Betriebe, Fair-Teiler, Essenskörbe sowie Abholungen laufen über die foodsharing.de-Plattform (auch wenn es teilweise über Facebook läuft: bei den Medien ist es gerade wichtig, auf die Plattform hinzuweisen, denn nicht alle Menschen sind bei Facebook angemeldet und finden es schade, wenn sie nach dem Bericht keine Essenkörbe auf der foodsharing-Website sehen).
  • Wir haben eine Abholquote von nahezu 100%! Diese hohe Zuverlässigkeit spiegelt die Wertschätzung, die wir den uns angebotenen Lebensmitteln, den Menschen, die dafür gearbeitet haben, der Natur und dem Betrieb sowie seinen Angestellten gegenüber schenken möchten.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass weniger Lebensmittel in der Tonne landen und somit das Bewusstsein gegen die Lebensmittelverschwendung steigt und nicht um weniger Ausgaben für Essen zu haben (dass wir weniger Geld für Lebensmittel ausgeben, ist ein schöner Nebeneffekt).


Was nicht gesagt/gemacht werden soll:

  • Wir sind nicht der foodsharing e.V. (das ist der Träger der Webseite und arbeitet natürlich mit den Foodsavern / Betriebsverantwortlichen und BotschafterInnen zusammen, die aber keine Mitglieder des Vereins sind), sondern foodsharing.
  • Wir sind nicht foodsharing-Mitglieder, sondern foodsharing-Aktivisten bzw. Foodsaver, foodsharing-Betriebsverantwortliche oder foodsharing-BotschafterInnen
  • Wir retten Lebensmittel und sind Foodsaver, aber wir sind nicht die LebensmittelretterInnen . (Wenn die Medien ein deutsches Wort haben wollen kann es verwendet werden.)
  • Nicht lebensmittelretten.de als Referenz angeben, sondern immer foodsharing.de
  • Wir sprechen nicht negativ/kritisch über foodsharing im Allgemeinen, (andere) BotschafterInnen und deren Aktivitäten (zumindest nicht öffentlich, intern ist ein kritischer und konstruktiver Austausch natürlich wichtig).
  • Wir bringen keine Lebensmittel von den Betrieben zu den Fair-Teilern. In der Regel sind es Lebensmittel, die von Privat kommen. Es gibt also keine Lieferungen direkt zu den Fair-Teilern. Dies ist wichtig, da es sonst Schwierigkeiten mit dem Ordnungsamt geben kann. Es wird nur von Privat zu Privat an den Fair-Teilern agiert.
  • Wir nehmen keine Lebensmittel, die noch verkauft werden können, (also solche, die uns ein Betrieb spenden möchte, weil er gut findet, was wir machen), sondern nur welche, die nicht mehr verkauft werden können bzw. von den Angestellten nicht gewollt werden/nicht mitgenommen werden dürfen.
  • Wir wollen nicht nur den Armen helfen, sondern vor allem Lebensmittel vor der Tonne bewahren. Wir wollen allen Menschen ermöglichen, sich gegen die Verschwendung einzusetzen und damit einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln und ein Nachhaltigkeitsbewusstsein im Allgemeinen fördern!
  • Nicht negativ über die Tafeln und andere Einrichtungen sprechen oder schreiben, die sich ebenfalls gegen die Lebensmittelverschwendung einsetzen. Es ist jedoch möglich die Unterschiede klar zu machen (zum Beispiel muss bei foodsharing keineR seine Bedürftigkeit nachweisen und wir nehmen auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD an, offene Packungen etc.) aber die meisten, die foodsharing nutzen, sind trotzdem knapp bei Kasse.
  • Wir sind keine Konkurrenz zu den Tafeln. Im April 2015 gab es eine offizielle öffentliche Bekanntmachung von dem Bundesverband Deutsche Tafeln und dem foodsharing e.V., die die gemeinsamen Ziele beleuchtet und die Zusammenarbeit unterstreicht sowie den Ausbau hervor hebt. Desweiteren setzen sich beide Vereine zusammen mit anderen Projektpartnern für die politische Kampagne “Genießt uns” ein.
  • Nicht negativ über Betriebe sprechen, die nicht mit uns oder den Tafeln kooperieren, sondern wenn überhaupt erwähnen, dass es noch viel Potenzial gibt, Lebensmittel bei vielen anderen Betrieben zu retten.
  • Wir posten nichts auf Facebook, alles läuft über die foodsharing-Plattform, um einen koordinierten Ablauf zu gewährleisten.
  • Nicht Verteiler, Fairteiler, FairTeiler etc., sondern die korrekte Schreibweise ist: “Fair-Teiler”.
  • Wir richten uns nach den Betrieben, um diese zufrieden zu stellen. Wenn diese z.B. nicht wollen, dass vor Ort aussortiert wird, nehmen wir alles mit.
  • Keine Facebook-Gruppen erwähnen, sondern die Website foodsharing.de, um Essenskörbe zu teilen bzw. sich als Foodsaver anzumelden bzw. die offizielle foodsharing facebook Seite www.facebook.com/foodsharing.de oder wenn es eine starke regionale facebook Seite gibt, dann diese auch, aber eben keine Gruppen.
  • Wir sind nicht “Die gemeinnützige Organisation Lebensmittelretten”, nicht “Der Verein”, nicht “der foodsharing e.V.” oder ähnliches, sondern schlicht foodsharing bzw. foodsharing [Stadt/Ort/Region].
  • Wenn wir davon sprechen, mit welchen Betriebsketten foodsharing kooperiert, nur die erwähnen, die ausdrücklich öffentlich genannt werden möchten (Bio Company, Erdkorn, Reformhaus Engelhardt, SuperBioMarkt, Winters Hotel). Andere zentral geführte Ketten oder Franchises in keinem Fall erwähnen! Inhabergeführte Betriebe sind i.O. sofern das vorher abgesprochen ist. Sonderfall Edeka: Hier entscheiden prinzipiell die InhaberInnen, ob sie öffentlich genannt werden möchten. Es sollte aber in jedem Fall deutlich werden, dass es sich um eine Einzelkooperation handelt (nicht: “wir kooperieren mit Edeka” sondern “in ... bestehen auch Kooperationen mit einzelnen, selbstständigen Edeka-Kaufleuten”)