Fair-Teilung

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Die Begriffe “Fair-Teilung” bzw. “fair-teilen” sind Wortneuschöpfungen aus den Begriffen fair und verteilen bzw. Verteilung. Sie beschreiben, dass etwas (in unserem Fall Lebensmittel) bedingungslos an andere weitergegeben werden.

Bedingungslos bedeutet dabei: es gibt keine Kriterien, und niemand wird - aus welchem Grund auch immer - bevorzugt. Ausführliche Erklärungen dazu stehen im Artikel Bedürftigkeit.

Was heißt das in der Praxis?

  • In der Praxis bedeutet das den Grundsatz “First come, first serve”: wer zuerst da ist und etwas haben will, erhält soviel wie gewünscht, und es wird nichts für später Kommende aufgehoben oder zurückgelegt. Wer zu einem späteren Zeitpunkt kommt, kann dann aus dem wählen, was noch übrig ist.
  • Wenn mehrere Leute gleichzeitig da sind, dann wird das Vorhandene gleichmäßig unter den Personen aufgeteilt. Argumente, warum irgend jemand mehr bekommen sollte als die anderen, spielen keine Rolle.

Was bedeutet das bei foodsharing?

Diejenigen, die die Lebensmittel retten, können so viele Lebensmittel für sich selbst behalten, wie sie verbrauchen. Den Rest verteilen sie an andere Menschen nach eigenem Ermessen. Dabei sollte in der Regel niemandem Lebensmittel verweigert werden, der/die sie haben möchte und verbrauchen kann.

Da foodsharing eine Umweltorganisation ist, wäre es allerdings schön, wenn die Verteilung möglichst ökologisch schonend abläuft. Das kann sich z.B. so äußern, dass man auf kurze oder wenige Fahrten achtet, d.h. eher an Leute aus der Nähe verteilt oder eher größere Mengen an wenige Leute als kleine Mengen an viele Leute.

An wen kann man bei foodsharing fair-teilen?

Bei foodsharing kann man gerettete Lebensmittel

  • an Freund*innen, Bekannte oder Familie weitergeben
  • unter Nachbar*innen verteilen
  • in einem Essenskorb anbieten, der man auf foodsharing.de erstellt, damit Interessierte die Lebensmittel abholen können
  • zu lokalen Fair-Teilern bringen (genaue Adressen sind auf der Karte zu finden!)
  • bei einer Küfa (“Küche für alle”) gemeinsam verkochen und dann kostenloses Essen anbieten
  • zu lokalen Abnahme-Stellen bringen: z.B. Flüchtlingslager, Obdachlosenhilfe, Bahnhofsmission, Diakonie, Kirchengemeinde, Sportverein, ...

Alles kostenlos ! Und bitte recht freundlich!

Die geretteten Lebensmittel zu verkaufen, ist strikt verboten! Das würde der Grundidee von foodsharing fundamental widersprechen. Eine Spende für die Lebensmittel zu nehmen, ist ebenfalls nicht erlaubt.

Raffgieriges Verhalten oder der Versuch, möglichst viele Lebensmittel für einen selbst zu ergattern und zu bunkern, obwohl man sie vielleicht gar nicht braucht, widerspricht ebenfalls der Idee der Fair-Teilung.